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04.02.2012, 19:42 Uhr |
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Von Polizist bis Schornsteinfeger Riesenerfolg für die Sulzbacher-Ausbildungsmesse Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier
Sulzbach: Großer Andrang herrschte bei der ersten Sulzbacher Ausbildungsmesse in der Aula. Zahlreiche Arbeitgeber stellten sich und ihre Firmen vor, und die Schülerinnen und Schüler nutzten ihrerseits das Informationsangebot.
So eng war es in der Aula seit ihrer Eröffnung selten. Mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler aus den Schulen im Sulzbach- und Fischbachtal sowie von der Gesamtschule Bellevue in Saarbrücken nutzten die erste Ausbildungsmesse am vergangenen Freitag, um erste Informationen, neue Inspirationen und auch praktische Hilfe für die erste große Entscheidung ihres Lebens zu finden: die Berufswahl. "Ich habe mich für Berufe im Tiefbau oder Landschaftsbau interessiert", erzählte der 15-jährige Jörn-Erik Thiel, Schüler am Technisch-Gewerblichen Berufsbildungszentrum in Neuweiler, "am Stand der Industrie- und Handelskammer hat man mir im Internet verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt".
Das Aufzeigen von Möglichkeiten ist aber nur ein Anliegen der Messe. "Sie soll eine Drehscheibe sein", sagte Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam, "die jungen Menschen sehen die Möglichkeiten in unserer Region, die Unternehmen können sich auf der anderen Seite als attraktive Arbeitgeber präsentieren und dazwischen stehen als Bindeglied die Schulen"...........
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Die Organisatoren hatten sogenannte Lotsen eingesetzt, die den Interessierten zunächst einen Überblick über das Angebot vermitteln sollten. Anschließend hatten die Jugendlichen Gelegenheit, sich an den Ständen zu informieren. Das Angebot der Ausbildungsberufe reichte von einer Schneiderlehre in einem Kleinunternehmen über den Schornsteinfeger oder Automechaniker im Mittelstand bis zum Mechaniker in weltweit tätigen Konzernen. "Bei uns ist praktisch eine 100-prozentige Übernahme garantiert", warb auch Hauptkommissar Roland Altmeyer von der saarländischen Polizei um Nachwuchs, "unsere Bewerber steigen alle in den gehobenen Dienst ein, sind nach der Ausbildung sofort Kommissare". Lothar Mann von der AOK-Saarland gab den Bewerberinnen und Bewerbern im Bewerbertraining handfeste Tipps. "Man sollte sich in seiner Berufswahl von eigenen Interessen oder Hobbys inspirieren lassen", sagte Mann, "ich erkläre den Jugendlichen, dass man in Bewerbungen immer seine Stärken nach vorne stellen muss, oder wir zeigen in Rollenspielen, wie man sich in einem Vorstellungsgespräch gut präsentiert".
Viele Fragen wurden gestellt, fast alle beantwortet. "Ich durfte die einzelnen Aussteller kurz vorstellen", erklärte Moderator Jörg Bier, "dabei habe ich dann auch Fragen gestellt, die sich die Jugendlichen vielleicht nicht trauen. Etwa nach den Verdienstmöglichkeiten oder Karrierechancen".
Wie wichtig die Wahl des Ausbildungsplatzes ist, stellte auch Schirmherrin Gaby Schäfer, Staatssekretärin im Arbeitsministerium, fest: "Ich wünsche jeder und jedem, dass er oder sie den richtigen Beruf für sich findet. Eine falsche Entscheidung kostet vor allem Zeit - den Bewerber und auch die Ausbilder."
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