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01.05.2020
 Seit Montag, 27. April, besteht für alle Bürgerinnen und Bürger im Saarland ab sechs Jahren im ÖPNV und beim Einkaufen die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen. Die Landesregierung hat über die Kommunen für alle Bürgerinnen und Bürger solche Mund- Nasen-Schutzmasken zur Verfügung gestellt.
Ziel dieser Masken ist nicht der Schutz des Trägers vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, sondern die Vermeidung der Weitergabe an andere Personen. Die Mund-Nasen-Schutzmasken verhindern, dass beim Husten, Niesen und auch beim Sprechen Speicheltröpfchen großflächig verteilt werden.
Das ist zu beachten:
Waschen Sie sich vor dem Anlegen einer Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
 
Achten Sie beim Aufsetzen darauf, dass Nase und Mund bis zum Kinn abgedeckt sind und die Mund-Nasen-Bedeckung an den Rändern möglichst eng anliegt.
 
Wechseln Sie die Mund-Nasen-Bedeckung spätestens dann, wenn sie durch die Atemluft durchfeuchtet ist. Denn dann können sich zusätzliche Keime ansiedeln.
 
Vermeiden Sie, während des Tragens die Mund-Nasen-Bedeckung anzufassen und zu verschieben.
 
Berühren Sie beim Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung möglichst nicht die Außenseiten, da sich hier Erreger befinden können. Greifen Sie die seitlichen Laschen oder Schnüre und legen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung vorsichtig ab.
 
Waschen Sie sich nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
 
Die Masken können mehrfach für einen kürzeren Zeitraum genutzt werden. Sie sind nicht für den dauerhaften Gebrauch gedacht.
 
Nach der Verwendung sollte die Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Waschen luftdicht (z.B. in einem separaten Beutel) aufbewahrt oder am besten sofort bei 60° bis 95°C gewaschen werden.
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29.04.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Patric Codier
Sulzbach: Die jüngste Sitzung des Sulzbacher Stadtrates fand aufgrund der Corona-Pandemie im aus reichend Platz bietenden Sportzentrum am Quierschieder Weg statt. Dabei gab Bürgermeister Michael Adam (CDU) am Dienstag einen Rückblick, wie Stadt und Verwaltung bislang durch die Krise gekommen sind: „Die Disziplin in der Stadt ist groß“ sagte Adam und berichtete über den Zwei-Schichten-Betrieb im Bauhof, den Einsatz von Erzieherinnen der geschlossenen Kindertagesstätten in der Telefonzentrale oder der erfolgreichen Verteilung der kostenlosen Schutzmasken.
Menschen aus Risikogruppen, Behinderte oder arbeitende Menschen können sich an die Verwaltung wenden und werden dann über Helfer des THW und der Freiwilligen Feuerwehr mit Masken beliefert.
 
Die Vorbereitungen für die schrittweise Wiedereröffnung von Schulen und Tagesstätten liefen auf Hochtouren. „Von den bisher 108 Unterrichtsstunden pro Woche an unserer Musikschule werden 103 online gehalten“, ergänzte der Verwaltungschef. Im Verlauf der Sitzung wurde der Haushalt der Musikschule, die im Zweckverband mit der Gemeinde Quierschied betrieben wird, verabschiedet. Dabei wurde für 2020 ein Zuschussbedarf von 329 879 Euro festgestellt, von dem Sulzbach 194 879 Euro übernehmen wird.
 
Kämmerer Jürgen Baltes unterrichtete den Rat über die Corona-Auswirkungen auf den Gesamthaushalt: Für Anschaffungen im Bereich EDV und für Schutzmaßnahmen habe man rund 22 000 Euro ausgegeben. „Gewerbesteuer-Forderungen wurden in Höhe 40 000 Euro zinslos gestundet“, erklärte Baltes, der bislang keine Notwendigkeit für einen Nachtragshaushalt sieht: „Die Liquidität ist nicht gefährdet.“ Man müsse aber die Steuerschätzungen im Mai und November noch abwarten.   
 
Den Antrag, dass der Ausschuss für Finanzen und allgemeine Angelegenheiten bis Ende des Jahres als „Notausschuss“ unaufschiebbare Entscheidungen des Stadtrates übernehmen soll, wurde seitens der Verwaltung zurückgezogen. In anderen Kommunen versucht man über verkleinerte Räte das Infektionsrisiko zu minimieren. „Das halte ich verfassungsrechtlich allerdings für bedenklich“, so Adam.
 
Bei der Sitzung des Stadtrates wurden die vorgegebenen Abstände vorbildlich eingehalten. Auf das Tragen von Masken wurde von allen Sitzungsteilnehmern allerdings verzichtet.
 
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26.04.2020
Regio Journal Info Von Tobias Altherr
Die Stadt Sulzbach hat für die Ausgabe der kostenfreien "Landesmasken" Ausgabestellen eingerichtet.
Die Ausgabestellen im Überblick
Sulzbach – Aula und I-Punkt am Salzbrunnenensemble
Hühnerfeld – Baubetriebshof
Neuweiler – evangelische Kirche
Altenwald – Haus der DIG, Grubenstraße 5 
Schnappach – Verkaufspavillon  des SV Schnappach am Sportplatz
Brefeld – neben der Moschee in der Gantestraße
Die Ausgabe erfolgt von Dienstag bis Donnerstag in der Zeit von 10 bis 12  und 15 bis 17 Uhr. Mitarbeiter der Verwaltung geben die Masken aus und führen entsprechende Liste. Bitte denken Sie an ihren Personalausweis.
AWO Sulz Mittagstisch April Mai 2020
Alle Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich beim Abholen der Masken entsprechend rücksichtsvoll zu verhalten, auf die Hygieneregeln und auf die Abstände untereinander zu achten.
Für Nachfragen hat die Stadt unter (06897) 508-101 eine Info-Nummer eingerichtet.
 
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26.04.2020
Liebe Mitbürger, ab dem kommenden Montag, dem 27. April 2020, gilt auch im Saarland wie im restlichen Bundesgebiet eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen. Dadurch schützen wir uns gegenseitig und helfen mit, die Verbreitung des Corona-Virus weiter zu verlangsamen und somit Menschenleben zu retten.
 
Um zu gewährleisten, dass alle dieser Pflicht auch nachkommen können, stellt die saarländische Landesregierung, bisher als einziges Bundesland, jeder Saarländerin und jedem Saarländer sozusagen als Starterset fünf Einweg-Schutzmasken gratis zur Verfügung. Hierzu hat das Land insgesamt 5 Millionen Masken geordert, die über die Kommunen ab Montag kostenlos an die Bürgerinnen und Bürger ausgegeben werden.
 
Ich bin mir darüber bewusst, dass dies eine äußerst herausfordernde logistische Aufgabe ist, die es seitens der Städte und Gemeinden zu bewältigen gilt. Daher danke ich allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Mitarbeitenden der kommunalen Verwaltungen, den Ortsvorsteherinnen und Ortsvorstehern, den Ratsmitgliedern und allen Hilfsorganisationen, die bei der Ausgabe mitwirken, herzlich für ihre wichtige Unterstützung. Dies ist alles andere als selbstverständlich und zeigt einmal mehr, dass wir im Saarland, wenn es darauf ankommt, zusammenhalten und uns gegenseitig helfen.
 
In diesem Sinne bin ich zutiefst davon überzeugt: Wir werden diese Bewährungsprobe bestehen und dem Virus die Stirn bieten. Unser Land kann das.
 
Bleiben Sie gesund!
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Tobias Hans
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22.04.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung Michael Jungmann
Saarbrücken Im Saarland gilt ab Montag eine Maskenpflicht im Einzelhandel und im öffentlichen Personennahverkehr. Das hat der Ministerrat soeben beschlossen. Zuvor hatten zahlreiche andere Bundesländer diesen Schritt angekündigt.
Die saarländische Landesregierung hat nach Informationen der Saarbrücker Zeitung am Mittwochvormittag in einer Schaltkonferenz beschlossen, dass ab Montag, 27. April, im Saarland wegen der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht gelten soll.
 
Dies gilt für Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) und für den Einzelhandel.
 
Diese Regelung erfolgt gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.
 
    Was ist beim Tragen von selbstgemachten
    Das ist zu beachten : Der richtige Umgang mit Masken
 
Vom kommenden Montag (27.4.) an müssen sogenannte Alltagsmasken oder auch andere Abdeckungen wie Schals im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen in Geschäften getragen werden.Zuvor hatten schon zahlreiche andere Bundesländer angekündigt, eine solche Maskenpflicht einzuführen.
 
    Im Saarland gibt es in allen
    Infektionsschutz zu Corona-Zeiten : Woher bekommt man selbstgenähte Masken?      
 
„Bürgerinnen und Bürgern sowie Handelsunternehmen wird mit dem Inkrafttreten ab Montag die nötige Zeit gegeben, um sich auf die neuen Regelungen vorzubereiten. Bis dahin gilt weiter die dringende Bitte an die Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel, Mund und Nase zu bedecken“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung der Regierungssprecher des Saarlandes, von Rheinland-Pfalz, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen. Bis dahin gelte weiter die dringende Bitte, im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel, Mund und Nase zu bedecken. Dazu genügen so genannte Alltagsmasken, die Mund und Nase bedecken. Auch einfache Mundschutze, selbst genähte Stoffmasken oder übergangsweise Schals sind ausreichend.
 
Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte, dass reine Appelle zum Tragen einer Maske nicht den nötigen Erfolg erzielt hätten. „Deshalb müssen die Menschen ab Montag auch bei uns verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie einkaufen oder in Bus und Bahn unterwegs sind.“ Wenn alle einen solchen Mund-Nasen-Schutz trügen, könne die Verbreitung des Virus gehemmt werden. „Aber auch, wenn wir in Zukunft Masken tragen, bleibt das Gebot der Stunde: Abstand halten, um uns und andere zu schützen!“, betonte Hans. Jeder Schritt auf dem Weg zur Normalität müsse "von konsequenten Schutzmaßnahmen flankiert werden".
 
Die stellvertretende Ministerpräsidentin, Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD), sagte: „Viele Rückmeldungen zeigen, dass die Alltagsmaske noch nicht weit genug verbreitet ist. Sie bietet aber einen stärkeren Schutz und ist daher vor allem dort wichtig, wo Abstandsregeln schwer einzuhalten sind. Vor allem hat die Alltagsmaske den Effekt, dass sie uns und andere stets daran erinnert, dass Corona nicht vorbei ist.“
 
Eine bundeseinheitliche Regelung hatte es nicht gegeben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten sich in der vergangenen Woche darauf verständigt, das Tragen sogenannter Alltagsmasken in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel dringend zu empfehlen.
 
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18.04.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung
 Ausgangsbeschränkungen: Anders als in den meisten anderen Bundesländern dürfen die Menschen im Saarland auch nach der ab Montag gültigen Rechtsverordnung nur aus triftigen Gründen das Haus verlassen. Dazu zählen auch weiterhin unter anderem Bewegung an der frischen Luft, die Inanspruchnahme dringender medizinischer Behandlung oder das Einkaufen von Waren des täglichen Bedarfs. Neu hinzu kommt der Besuch von Psychotherapeuten auch in nicht akuten Fällen. Außerdem gilt ab Montag auch das Einkaufen von Waren jenseits des täglichen Bedarfs (zum Beispiel Mode, Schmuck oder Elektrogeräte) als triftiger Grund.
 
Geschäfte: Ab Montag dürfen Läden mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern öffnen. Auf diesen Wert haben sich Bund und Länder am Mittwoch geeinigt. So will man verhindern, dass große Besuchermagnete zu viele Menschen in die Innenstädte locken. Auch Einkaufszentren wie die Saarbrücker Europa-Galerie müssen geschlossen bleiben. Autohändler, Fahrradhändler und Buchhandlungen dürfen dagegen unabhängig von der Verkaufsfläche öffnen. Alle Händler müssen für die Einhaltung von Abstandsregeln sorgen. Friseure bleiben vorerst geschlossen, dürfen aber voraussichtlich ab dem 4. Mai wieder öffnen.
 
Wertstoffhöfe: Unabhängig von ihrer Größe öffnen ab Montag auch die Wertstoffhöfe wieder. Gleiches gilt für Grüngutannahmestellen. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte am Donnerstag in der Staatskanzlei zur Begründung, dass in den Haushalten derzeit viel Grünschnitt anfalle und zugleich viel Müll in der Natur entsorgt werde. Ebenfalls öffnen dürfen – unabhängig von ihrer Betriebsfläche – Autowaschanlagen und Waschanlagen in Selbstbedienung. Das Aufsuchen dieser Einrichtungen gilt dann natürlich auch als triftiger Grund für das Verlassen des Hauses. Abstandsregeln sind auch hierbei zu beachten.
 
Büchereien: Der Besuch von Bibliotheken und Archiven ist ebenfalls gestattet. Die Einrichtungen dürfen am Montag wieder öffnen. Wie ganz grundsätzlich beim Bewegen im öffentlichen Raum gilt allerdings auch hier weiterhin eine Kontaktsperre: Der Aufenthalt ist nur alleine oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts gestattet. Alternativ mit höchstens einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person. Museen dürfen weiterhin nicht öffnen. Sie sollen zwar bei dem Gespräch über Lockerungsmaßnahmen erwähnt worden sein, letztlich entschieden sich die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin aber gegen eine Öffnung.
 
Kirchen: Für Gottesdienste gibt es derzeit noch keine Lockerungen. Hans hält es allerdings für möglich, dass nach einem Spitzengespräch mit Vertretern von BundesinnenministeriumAnzeige, Ländern und Kirchen zu Pfingsten (31. Mai/1. Juni) wieder Gottesdienste stattfinden dürfen. In einigen protestantischen und katholischen Kirchen ist zeitweise ein stilles Gebet möglich. So öffnen zum Beispiel von Dienstag bis Samstag (11 bis 17 Uhr) die Johanneskirche und die Ludwigskirche in Saarbrücken. Laut Superintendent Christian Weyer dürfen sich maximal fünf Personen gleichzeitig in beiden evangelischen Gotteshäusern aufhalten.
 
 
Großveranstaltungen: Stadion-Besuche, Messen und Konzerte werden auch nach diesem Wochenende für lange Zeit nicht möglich sein. In ganz Deutschland sind sämtliche Großveranstaltungen mindestens bis zum 31. August verboten. Ministerpräsident Tobias Hans riet den Veranstaltern dazu, ihre für diesen Zeitraum geplanten Events – egal ob drinnen oder draußen – abzusagen. Davon dürften auch Volksfeste im Sommer betroffen sein. Ab welcher Größenordnung das Verbot gilt, soll laut Regierungssprecher Alexander Zeyer in den kommenden Tagen bundeseinheitlich festgelegt werden.
Notbetreuung: Um die Öffnung der Ladenlokale zu begleiten, plant die Landesregierung, wie in Nordrhein-Westfalen die Notbetreuung für Kinder auszubauen. Denn der Bedarf von berufstätigen Eltern dürfte durch die Geschäftsöffnungen steigen. Hans betonte, dass von der bereits angebotenen Notbetreuung bisher erst spärlich Gebrauch gemacht worden sei. So könnten diese Angebote etwa auch für Kinder von Alleinerziehenden genutzt werden, erklärte Hans. Einen regulären Kita-Betrieb wird es dagegen weiterhin nicht geben. Die Schulen öffnen ab 4. Mai schrittweise.
 
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18.04.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung
 Sulzbach, Quierschied und Friedrichsthal: Das Wertstoffzentrum in Sulzbach öffnet am Montag, 20. April, die Grüngut-Sammelstelle am Mittwoch, 22. April. Es gibt für die nächsten beiden Wochen für das Wertstoffzentrum geänderte Öffnungszeiten: von Montag bis Samstag von 9 bis 14.45 Uhr. Die Grüngut-Sammelstelle ist ab Mittwoch täglich von 9 bis 14.45 Uhr offen. Kunden sollten Besuche des Wertstoff-Zentrums auf ein Minimum beschränken. Alles sollte zu Hause so vorbereitet werden, dass man möglichst wenig Zeit in der Anlage verbringe. Von der Anlieferung von Altpapier und Glas sollen die Bürger absehen.
 
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14.04.2020
Sulzbach: Zwei große blaue Silos stehen hinter dem Salzbrunnenhaus. In jedem befinden sich etwa 15 Tonnen einer speziellen, schnell bindenden  Verfüllmasse. Die Pumpen laufen seit Tagen auf Hochtouren und befördern das Material in den alten Salzbrunnenschacht.
 
Denn seit Freitag, 27. März, sind die Sanierungsarbeiten am Salzbrunnenschacht im Salzbrunnenhaus in vollem Gange.
 
Tags zuvor hatte der Finanzausschuss in einer Sondersitzung im Festsaal der Aula einstimmig beschlossen, das Unternehmen SaarMontan Berg- und Tunnelbau GmbH & Co. KG mit der Herstellung von Verfüllbohrungen, mit dem Verdämmen der Brunnensohle und mit der Hohlraumverfüllung zur schnellstmöglichen Sicherung des Salzbrunnenhauses zu beauftragen. Peter Raven vom Bauamt hatte bei der Sitzung in der Aula erläutert, dass die Gutachter des Erdbaulaboratoriums Saar nach sechs Probebohrungen – fünf davon bis zur Schachtsohle in einer Tiefe von 16 Metern – zahlreiche Hohlräume festgestellt hatten. Einen Nachbruch der Füllsäule im alten Salzbrunnen konnten sie nicht ausschließen und stellten in ihrer Beurteilung fest, dass eine Gefährdung des Gebäudes vorliege.
 
Und das Erdbaulaboratorium empfahl, „schnellstmöglich im Rahmen einer Sofortmaßnahme und zur Gefahrenabwehr im direkten Anschluss an die Erkundungsarbeiten die Schachtfüllsäule zu stabilisieren und möglichst hohlraumfrei wiederherzustellen, um die Standsicherheit des Salzbrunnenhauses sicherzustellen.“ Das teilt die Stadt Sulzbach mit.
 
Die Kosten für diese Notmaßnahme belaufen sich auf rund 95 000 Euro. Einschließlich der bisherigen Kosten für Untersuchungen, Sicherungsmaßnahmen und Probebohrungen entstehen Gesamtkosten von rund 127 000 Euro. 105 000 Euro waren bereits im Haushalt eingestellt, der Rest wird vom Titel „Unterhaltung Straßen, Wege Plätze“ abgezweigt.
 
Die Arbeiten im Salzbrunnenhaus verlaufen planmäßig. Nach dem Verschließen der Schachtsohle in der linken Hälfte des Schachtes und der Verfüllung der Hohlräume, hat sich ein erster Erfolg eingestellt – sichtbar durch den Anstieg des Wasserspiegels im Schacht. Die linke Hälfte des Schachtes ist stabilisiert.
Diese Woche begann nun die Sohlenverdämmung auf der rechten Seite. Anschließend sollen dann auch dort die ersten Bohrungen zur Stabilisierung und die Verfüllung erfolgen. Danach werden die verbliebenen Hohlräume verfüllt. Das Salzbrunnenhaus bleibt auf jeden Fall noch einige Monate geschlossen.
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09.04.2020
Bericht Saarbrücker Zeitung von Tobias Fuchs
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) am Mittwoch in der Staatskanzlei in Saarbrücken.
Saarbrücken Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich vor dem Osterfest mit einem Offenen Brief an „alle gläubigen Menschen im Saarland“ gewandt. Denn in der Corona-Krise sind Gottesdienste verboten. Das sorgt bundesweit für Unruhe.
 
Es sei der Landesregierung nicht leichtgefallen, die Kirchen, Synagogen, Moscheen, Gebets- und Versammlungsräume für religiöse Feiern zu schließen, erklärt der Ministerpräsident in seinem Schreiben. „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass wir unsere persönliche und religiöse Freiheit jemals so einschränken müssten.“ Er sei sich bewusst, dass diese Maßnahmen ein „tiefer Eingriff in die Religionsfreiheit“ seien. Umso größer sei sein Respekt und die Anerkennung für die Umsetzung und Einhaltung der „schmerzhaften Schutzmaßnahmen“, so der Regierungschef.
 
Seit dem 21. März sind Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte im Saarland untersagt, es gilt eine Ausgangsbeschränkung. Das eigene Haus darf nur verlassen, wer „triftige Gründe“ nachweisen kann. Dazu gehört auch, alleine in einem Gotteshaus zu beten. „Der individuelle Besuch von Kirchen, Moscheen, Synagogen und Häusern anderer Glaubensgemeinschaften bleibt erlaubt“, heißt es in der geltenden Rechtsverordnung zur Corona-Krise.
 
Landesregierung zieht Zwischenbilanz : Hans: Corona-Regeln zeigen starke Wirkung
 
Doch in anderen Bundesländern regt sich Widerstand gegen die Reglementierung einer gemeinsamen Religionsausübung. In Berlin klagte der katholische „Freundeskreis St. Philipp Neri“ vor dem Verwaltungsgericht, um Gottesdienste mit 50 Gläubigen zu ermöglichen. In Hessen zog ein römisch-katholischer Christ vor den Verwaltungsgerichtshof. Jeweils ohne Erfolg. Die katholischen Bistümer und evangelischen Landeskirchen haben bundesweit dazu aufgerufen, sich an das Versammlungsverbot zu halten.     
 
In seinem Offenen Brief bedankt sich der saarländische Ministerpräsident „für die vielen kreativen Ideen und neuen Formen, um die Seelsorge, das Gebet und die Verbindung unter den Menschen auch in Zeiten der sozialen Distanzierung zu ermöglichen“. Besonders stolz sei er darauf, dass sich die christlichen Kirchen, die Synagogengemeinde und die islamischen Religionsgemeinschaften verständigt haben, jeden Abend um 19.30 Uhr zum Gebet aufzurufen, betonte Hans. Unter anderem läuten in christlichen Kirchen um diese Zeit nun immer die Kirchenglocken. „Das ist für mich ein starkes Zeichen des Zusammenhalts und ein hörbarer Beweis dafür, dass wir im Saarland solidarisch zusammenstehen – gleich welcher Religion wir angehören“, so Hans.
 
Der Regierungschef stimmte die Gläubigen auch auf die kommenden Wochen ein, die eine „besondere Herausforderung“ seien. Nach Ostern und dem jüdischen Pessach beginnt in zwei Wochen der Ramadan. „Das sind religiöse Feste, die traditionell auch im Kreis der Familien gefeiert werden“, räumt Hans ein. Auch er habe sich auf das Osterfest im Familienkreis gefreut. „Das wird in diesem Jahr so nicht möglich sein.“ Hans hatte das Schreiben bereits am Mittwoch verfasst, die Staatskanzlei veröffentlichte es am heutigen Donnerstag.
 
      
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07.04.2020
Liebe Mitbürger,

eine Woche nun leben wir unter strengen Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens. Ihnen allen bin ich unglaublich dankbar, mit welcher Geduld, mit welcher Konsequenz und mit welchem Zusammenhalt Sie diese Situation bewältigen. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich das bewundere.
 
Aber nach wie vor steigt die Zahl der Infizierten täglich. Erst gegen Ende der nächsten Woche werden wir sehen, ob und wie stark unsere Maßnahmen greifen. So lange kann es keinerlei Entwarnung geben. Es ist jetzt nicht die Zeit, um über Lockerungen zu reden. Wir müssen weiter durchhalten. Ich bin mir sicher: Gemeinsam wird uns das gelingen.
Das Wichtigste ist, dass wir Zeit gewinnen. Zeit, um einen Wirkstoff zu finden; Zeit, um bessere Testverfahren zu entwickeln; Zeit, um die Kapazitäten in unseren Krankenhäusern hochzufahren. Es ist und bleibt unser vorrangiges Ziel: Kein Mensch im Saarland darf sterben, weil er nicht intensiv betreut, weil er nicht beatmet werden kann. Daran arbeiten wir mit all unserer Kraft.
 
Besonders der Schutz der Menschen, deren Job in einer solchen Krisensituation stark gefordert ist und der diese Personen an ihre Leistungsgrenze und darüber hinaus bringt, hat für mich oberste Priorität! Daher bin ich sehr dankbar, dass es uns gelungen ist, in der Firma Dr. Theiss Naturwaren einen Partner zu gewinnen, der kurzfristig Desinfektionsmittel für Krankenhäuser, Arztpraxen und Apotheken herstellt, um die Versorgung landesweit sicherzustellen. Darüber hinaus konnte ich am Wochenende eine Lieferung von 50.000 neuen Schutzmasken direkt an die Krankenhäuser, Einrichtungen und Rettungsdienste verteilen. Weitere Lieferungen sind bereits unterwegs!
 
 
Es ist meine feste Überzeugung: Wir können das Schlimmste vermeiden, wenn wir weiter – in gebührendem Abstand – an einem Strang ziehen. Ich setze auf Sie.
 
Mit freundlichen Grüßen
 Tobias Hans
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