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03.11.2019, 16:39 Uhr
Mülltonnenleerung wird etwas billiger
Saarbrücker Zeitung Von Udo Lorenz,
In der grauen Kunststofftonne soll immer weniger Restmüll landen. Denn zuvor sollen Wertstoffe vom Bürger aussortiert worden sein. Und entsprechend korrekt im Gelben Sack, in der Biotonne oder in den Wertstoffzentren landen. ,
saarlouis-Fraulautern Der Entsorgungsverband Saar (EVS) hat seinen Wirtschaftsplan vorgelegt. Die Kommunen müssen noch zustimmen.
Die Abfallentsorgung über die graue Restmülltonne soll für viele Saarländer vom nächsten Jahr an etwas billiger und danach bis zum Jahr 2022 preisstabil gehalten werden. Das ergibt sich aus den neu kalkulierten Gebührensätzen, die der Entsorgungsverband Saar (EVS) am Mittwochabend zusammen mit dem Wirtschaftsplan 2020 auf einer Regionalkonferenz in Saarlouis-Fraulautern vorgelegt hat.
 
Demnach soll – vorbehaltlich der Zustimmung der Bürgermeister in den EVS-Gremien – die Leerungszählgebühr für die graue 120-Liter-Restmülltonne ab nächstem Jahr von aktuell 6,98 Euro um vier Prozent auf 6,70 Euro sinken, für die größere 240-Tonne gleichfalls um vier Prozent von 13,96 auf 13,41 Euro. Grundgebühr (55 Euro die kleine graue Tonne), Verwiegegebühr (0,39 Euro je Kilogramm Restmüll) und Bioabfallgebühr (58 Euro im Jahr für die kleine grüne Tonne) bleiben demnach unverändert.
 
Damit, so der EVS, verringere sich die durchschnittliche Abfallgebührenhöhe im Saarland von aktuell 81 Euro pro Einwohner und Jahr (inklusive Bioabfall) auf 80 Euro ab 2020 und bewege sich somit weiter am unteren Ende der Gebührenskala im übrigen Deutschland (70 bis 120 Euro pro Einwohner). Insgesamt spricht der EVS von einer geplanten Gebührensenkung von 1,4 Millionen Euro pro Jahr im Bereich der Restabfallentsorgung. Der Finanzplan Abfallwirtschaft, den EVS-Finanzchef Max Krajewski vorlegte, sieht ab nächstem Jahr deutliche Rückgänge der handelsrechtlichen Jahresergebnisse vor. Das vorhandene Eigenkapital soll künftig zum Ausgleich etwaiger Jahresfehlbeträge (nächstes Jahr minus 1,4 Millionen Euro) genutzt werden. „Damit verfolgt der EVS eine langfristige Strategie zur Vermeidung von erheblichen Beitrags- und Gebührensprüngen“, hieß es dazu seitens der EVS-Geschäftsführung.   
 
Im Bereich Abwasserwirtschaft bleibt es laut EVS-Planung für das Jahr 2020 zum neunten Mal in Folge konstant bei dem einheitlichen Verbandsbeitrag von 3,05 Euro pro Kubikmeter Frischwasser. Hier weise der Finanzplan für das Wirtschaftsjahr 2020 einen Überschuss von 6,2 Millionen Euro aus und zeige auch künftig eine positive Ergebnisentwicklung, die es dem 
Verband ermögliche, weiter Eigenkapital aufzubauen, betonte Krajewski. Das Investitionsprogramm 2020 weist bei der Abwassersparte Investitionen von 69,2 Millionen Euro aus. Bis zum Jahr 2023 sind es insgesamt 248 Millionen Euro Investitionen, davon die höchste Summe für die Sanierung von Kläranlagen. .,
 
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