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13.03.2020, 17:25 Uhr
Bei Verdacht auf Infektion mit Coronavirus : Neue Test-Stationen ersetzen mobilen Ärztedienst Im Saarland richtet die KV Abstrich-Stationen ein.
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Ute Kirch
Saarbrücken In drei neuen stationären Entnahmestellen können Patienten im Saarland ab nächster Woche auf das Coronavirus getestet werden. Sie ersetzen den mobilen Ärztedienst, der bislang Patienten zu Hause testete. Um Patienten auf eine mögliche Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu testen, richtet die Kassenärztliche Vereinigung im Saarland (KV) in Dillingen, Saarbrücken und Neunkirchen ab Dienstag, 17. März, stationäre Entnahmestellen ein. Dort werden Ärzte bei Patienten Abstriche entnehmen, die anschließend auf das Virus getestet werden. Das teilte die KV am Freitag mit. Diese Entnahmestellen ersetzen den mobilen Ärztedienst, der bislang bei den Patienten zu Hause den Test auf Covid-19 durchgeführt hat. Der mobile Ärztedienst war aufgrund der gestiegenen Fallzahlen an seine Grenzen gestoßen. „Es werden pro Tag etwa 190 Abstriche gemacht“, sagt der KV-Vorstandsvorsitzende Gunter Hauptmann der SZ.
 
Bereits ab Montag können Patienten, die sich testen lassen wollen, sich zunächst telefonisch bei einem Arzt jeder Fachrichtung melden. Es wird dann zunächst abgeklärt, ob die Kriterien des Robert-Koch-Instituts für eine Abstrichentnahme erfüllt sind. Ist ein Test ratsam, erhält der Patient eine Laborüberweisung (Muster 10) in zweifacher Ausfertigung.
 
Die Überweisung ist für die Abstrichentnahme zwingend notwendig. Da der Patient im Verdachtsfall auf keinen Fall selbst die Praxis betreten soll, kann er entweder eine Person seines Vertrauens zum Abholen der Überweisung schicken oder sich die Überweisung per Post schicken lassen. Manche Praxen bieten auch an, nach Dienstschluss die Überweisung direkt beim Patienten in den Briefkasten zu werfen, sagt der KV-Vorstandsvorsitzende Gunter Hauptmann.
      
 
Die überweisende Praxis nennt dem Patienten die nächst gelegene Entnahmestelle. Diese werden in Saarbrücken, Dillingen und Neunkirchen eingerichtet. Die Entnahmestellen sind ab Dienstag, 17. März, jeweils von 12 bis 15 Uhr geöffnet und können ausschließlich zu diesen Zeiten aufgesucht werden, wie die KV mitteilt.
 
Patienten können nur mit der Laborüberweisung die Entnahmestellen aufsuchen. Das Laborergebnis wird der überweisenden Praxis mitgeteilt, die wiederum den Patienten informiert.
      
 
Die KV weist ausdrücklich daraufhin, dass nur Ärzte eine Abstrichannahme anweisen können. Erscheint ein Patient ohne Überweisung bei der Entnahmestelle und wünscht einen Abstrich, sei dies nicht möglich. Auch dürfen die Ärzte, die die Abstriche machen, den Patienten nicht untersuchen. „Wir hören aus anderen Bundesländern, dass die KVen dort teilweise einen eigenen Wachdienst engagiert haben, da es zu tumultartigen Situationen gekommen ist, weil Leute darauf bestanden haben, getestet zu werden“, sagt Hauptmann. Diese Option halte man sich im Saarland offen.
 
Patienten sollten bei einem Verdacht zunächst zuhause zu bleiben und sich telefonisch mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung zu setzen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit der Kontaktaufnahme über die Rufnummer 116117. Die Kontaktmöglichkeit über die 116117 besteht weiterhin auch am Wochenende und in sprechstundenfreien Zeiten.
 
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