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17.03.2020, 17:53 Uhr
Corona-Krise : Diese Läden bleiben im Saarland geöffnet
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Tobias Fuchs und Michael Kipp
 Saarbrücken Das Saarland hat in der Corona-Krise weitere Einschränkungen in Abstimmung mit dem Bund und den anderen Ländern beschlossen. Das erklärten die Spitzen der Landesregierung am Montag in Saarbrücken.
Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) trat in der Staatskanzlei mit seiner Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) vor die Presse. Er berichtete von einer Telefonschalte mit der Bundesregierung und den Länderchefs zu weiteren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Es gehe um ein „bundesweit einheitliches Ziel“. Maßstab für das Handeln könne erst in zweiter Linie die Zumutbarkeit sein.
Trotz aller Einschränkungen sollen eine Reihe von Geschäften und Betrieben geöffnet bleiben:

    Supermärkte und Lebensmittelläden
    Wochenmärkte
    Abhol- und Lieferdienste
    Getränkemärkte
    Apotheken
    Drogerien
    Sanitätshäuser
    Tankstellen
    Banken und Sparkassen
    Poststellen
     
    Reinigungen
    Waschsalons
    Friseure
    Zeitungskioske
    Baumärkte
    Tierbedarfsmärkte
    Großmärkte
    Restaurants und Speisegaststätten (nur von 6 bis 18 Uhr)
    Lieferdienste
    Handwerksbetriebe und Dienstleister
 
Im Handel werden die Öffnungszeiten werktags auf die Zeit von 6 bis 22 Uhr ausgeweitet werden, auch an Sonn- und Feiertagen wird das Einkaufen von 10 bis 15 Uhr möglich sein. Jedoch sollten Menschenansammlungen in den Läden vermieden werden, sagte Hans. Auch die Abstandsregeln solle man einhalten. Dienstleister und Handwerker könnten weiterhin ihrer Tätigkeit nachgehen, sagte der Regierungschef.
      
 
Nachdem die Landesregierung in den vergangenen Tagen bereits die Schließung von Bars, Clubs, Bordellen, Schwimmbädern und anderer Einrichtungen verfügt hatte, haben sich Bund und Länder auf noch weitreichendere Maßnahmen geeinigt. Vorübergehend geschlossen werden:
 
    Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
    Outlet-Center
    Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen
    Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks
          
    Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros, Spezialläden
    Bordelle
    Sportanlagen (privat und öffentlich), Schwimm- und Spaßbäder, Fitness-Studios
    Spielplätze
 
Verboten werden im Bund und in den Ländern:
 
    Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen
    Veranstaltungen in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich
    Busreisen
    Zusammenkünfte in Gotteshäusern
 
„Es sind Maßnahmen, die derzeit notwendig sind und die keinen Aufschub dulden“, sagte Hans. Man mache sich insbesondere Sorgen um die kleineren und mittleren Betriebe im Land, räumte der Ministerpräsident ein. „Deswegen sind wir uns auch einig, dass es hier Maßnahmen bedarf, die zwischen Bund und Ländern abgestimmt sein müssen.“ Er spricht von „größtmöglicher Kulanz“ – etwa in steuerlichen Fragen.
 
Hans trat dem Eindruck entgegen, die Regierung schränke das Leben der Bevölkerung zu sehr ein. „Es ist keine Quarantäne für alle, es ist auch keine Ausgangssperre, die wir verhängen“, sagte er.
 
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