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18.03.2020, 17:05 Uhr
Fragen & Antworten rund um den Corona-Test
Bericht Saarbrücker Zeitung Von Ute Kirch
Saarbrücken:  Wann sollten sich Patienten auf das neuartige Coronavirus testen lassen - und wo werden diese Tests gemacht? Wie läuft der Test ab und was müssen Patienten tun, bis das Ergebnis vorliegt? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Frage: Was ist bei einem Corona-Verdacht zu tun?

Antwort: Personen, die persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das Virus nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen, einen Arzt kontaktieren oder die 116117 anrufen – und zu Hause bleiben.

Frage: Welche Symptome können auf das Corona-Virus hinweisen?

Antwort: Eine Corona-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost wurde berichtet.

    Lungenkrankheit Covid-19 : Coronavirus und häusliche Quarantäne – wann man das Haus nicht verlassen darf

Frage: Ich will mich testen lassen, was muss ich tun?

Antwort: Bei einem Verdacht auf keinen Fall in die Arztpraxis gehen! Denn dort könnten Sie weitere Personen infizieren. Rufen Sie telefonisch bei Ihrem Arzt an. Das kann jeder Haus- und Facharzt sein. Dieser wird abklären, ob die Kriterien des Robert-Koch-Instituts für eine Abstrichentnahme erfüllt sind.)
      

Wann sind nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts die Kriterien für einen Test auf das Corona-Virus erfüllt?

Antwort: Ein Abstrich ist dann ratsam, wenn es sich bei den Betroffenen um begründete COVID-19-Verdachtsfälle handelt. Diese sind:

    Personen mit Krankheitszeichen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatten und/oder die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet/einem besonders betroffenen Gebiet in Deutschland aufgehalten haben.
          
    Bei Personen, die Krankheitszeichen haben und sich in den letzten 14 Tagen in Regionen aufgehalten haben, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber noch nicht als Risikogebiete/besonders betroffene Gebiete gelten, sollte ein Test in Erwägung gezogen werden.
    Patienten mit Hinweis auf eine virale Lungenentzündung ohne Alternativdiagnose.

Ich habe kein Krankheitszeichen, ist ein Test sinnvoll?

Antwort: Eine Labordiagnose sollte nur bei Krankheitszeichen durchgeführt werden zur Klärung der Ursache. Wenn man gesund ist, sagt ein Test auf COVID-19 nichts darüber aus, ob man krank werden kann. Zudem würden damit die Testkapazitäten unnötig belastet.
      

Soll man bei einer Atemwegserkrankung einen Test veranlassen, auch wenn es nur leichte Symptome sind (Husten, Niesen, Halsschmerzen etc.)?

Antwort: Ja, wenn:    man in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte zu einem Erkrankten, bei dem im Labor eine COVID-19 Diagnose gestellt wurde
    man in einem Gebiet war, in dem es bereits zu vielen COVID-19 Erkrankungen gekommen ist
    eine Vorerkrankung besteht oder die Atemwegserkrankung schlimmer wird (Atemnot, hohes Fieber ect.)
          
    wenn man bei der Arbeit oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben (z.B. im Krankenhaus oder der Altenpflege)

Ich hatte Kontakt zu einem Familienmitglied/einem Freund, der wiederum Kontakt zu einem bestätigten Infizierten hatte. Mein Angehöriger und ich sind jedoch völlig gesund. Soll ich mich jetzt zur Sicherheit testen lassen?

Antwort: Wer Kontakt zu einer Person in der Familie, im Freundes- oder Bekanntenkreis hatte, die wiederum Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Patienten hatte, aber völlig gesund ist, muss nicht in Quarantäne. In diesem Fall ist man keine Kontaktperson, hat kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung und kann auch niemanden anstecken. Im Fall von Krankheitszeichen einer Atemwegserkrankung sollte man sich jedoch testen lassen
      

Mein Arzt hat mir telefonisch bestätigt, dass ein Test für mich notwendig ist, was passiert dann?

Antwort: Ihr Arzt stellt Ihnen eine Laborüberweisung in zweifacher Ausfertigung aus. Da Sie die Überweisung nicht persönlich in der Praxis abholen dürfen, kann Ihnen die Praxis die Überweisung per Post schicken oder nach Dienstschluss in Ihren Briefkasten werfen. Alternativ können Sie eine Person Ihres Vertrauens, die gesund ist, in die Praxis schicken, damit Sie die Überweisung abholt.

Warum brauche ich die Überweisung?

Antwort: Ohne Überweisung können Sie nicht getestet werden! Das Personal an den Entnahmestellen wird Sie ohne Formular nach Hause schicken.

Ich habe eine Überweisung, was passiert jetzt?

Antwort: Ihr Arzt wird Sie über den Standort des nächst gelegenen Entnahmezentrums informieren. Wie die Kassenärztliche Vereinigung im Saarland mitgeteilt hat, hat sie in der Alten Schmelz in St. Ingbert (Saarbrücker Straße 38) und der Sporthalle West in Dillingen (Konrad-Adenauer-Allee 2) Stationen eingerichtet, in denen ab Mittwoch, 18. März, 12 Uhr, Abstriche entnommen werden.
      

Wann liegt das Testergebnis vor?
Antwort: Das Labor in St. Ingbert, das die Abstriche untersucht, hat laut Kassenärztlicher Vereinigung eine Kapazität von 300 bis 400 Untersuchungen am Tag. Die KV rechnet inzwischen mit 1000 Abstrichen pro Tag. Bis das Ergebnis vorliegt, kann es also ein paar Tage dauern. Das Ergebnis der Laboruntersuchung wird Ihrem Arzt, der die Überweisung ausgestellt hat, mitgeteilt. Dieser wird Sie informieren.

Wo darf ich mich aufhalten, während ich auf das Ergebnis warte?

Antwort: Schon bevor das Testergebnis vorliegt, sollte man sich selbst isolieren, also zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, gute Händehygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen (falls vorhanden) einen Mund-Nasenschutz tragen.

Weitere Fragen und Antworten finden Sie auf der Seite des Robert-Koch-Instituts: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html
 
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